Berichte aus dem Club

Kubenka siegt beim Querfeldein – Turnier

Sonntag, 28.10.2018 – morgens 8:30 Uhr.
Die ersten verrückten Golfer treffen auf dem Golfplatz ein, um am Querfeldein-Turnier teilzunehmen.

In der Nacht hat es erstmals in diesem Jahr Frost gegeben. Die Bahnen waren noch weiß vom Frost. Auf der Driving Range wurden die ersten Bälle geschlagen. Da es ein Loch im Turnier geben sollte, bei dem nur mit dem Putter geschlagen werden durfte, wurden fleißig Abschläge mit dem Putter geübt. Ben Tönjes zerlegte dabei gleich auf der Range seinen Schläger.


Dr. Reinhard Holländer, der das Turnier organisiert hatte und auch die Bahnen quer über den Platz festgelegt hatte, begrüßte zur Scorekartenausgabe um 9:30 Uhr 21 Golferinnen und Golfer. Er erklärte die Bahnen, gab auch die Grüns frei. Aufgrund der sehr kalten Temperaturen wurde kurz darüber nachgedacht, ob die Grüns überhaupt bespielbar sind.
Am ersten Loch ging es über 70 Meter vom Abschlag der 1 auf das Grün der 9. Zum Start eine angenehme Par 3 Bahn. Der nächste Abschlag lag dann im Bunker auf der 9. Ziel war das Übungsgrün der Driving Range in 100 Meter Entfernung. Dies war ein sehr ungewohntes Loch, weil man das Übungsgrün aus dieser Entfernung und dazu noch aus dem Bunker normal nicht anspielt. Hildegard Mäder stand 5 Meter vor der Fahne und fragte „Wo muss ich hin spielen“ – damit hatte Sie die Lacher auf Ihrer Seite.
Am 3. Loch wurde es dann das erste Mal etwas schwieriger. Hinter der Abschlaghütte musste aufgeteet werden. Über 210 Meter musste das Grün der Bahn 2 erreicht werden. Dazwischen lagen aber viel hohes Gras und ein paar Bäume. Interessant, wie schon hier die unterschiedlichen Herangehensweisen an die Löcher sichtbar wurde. Der eine wollte direkt über die Bäume auf das Grün, der andere zuerst sicher vorlegen und dann über die Wiese aufs Grün. Oft gingen die Bälle aber ins Gemüse und man musste etwas suchen und dann einen weiteren Schlag aus dem Dicken heraushacken.
Am 4. Loch gab es dann das „unsichtbare Loch“. Vom Damenabschlag der 3 musste das Grün der 8 angespielt werden. „Ich kannte den Wirtschaftsweg für die Greenkeeper bisher nicht“, hieß es in einigen Flights. Die Fahne war nur 150 Meter entfernt, durch die vielen Bäume, konnte man sie aber nur erahnen. Für den Golfer, der nicht hoch über die Bäume direkt Richtung Grün spielen konnte, war es fast unmöglich das Ziel zu erreichen. Aber auch unten rum gab es einen mühsamen Weg zum Grün. Vom Fairway der 8 ging es über 325 Meter weiter auf das Grün der 3. Hier was es für die Longhitter möglich mit dem 2. Schlag das Grün zu erreichen und zumindest einen Eagle-Putt auf dem Par-5 Loch zu haben.
Interessant wurde es dann zur Halbzeit. Vom Abschlag der 4 musste der Ball auf der 5 gelocht werden. Es gab 3 Wege um den Wald herum oder die Abkürzung flach durch den Waldweg hinter das Grün. Die ganz Verrückten spielten sogar über die unendlich hoch wirkenden Bäume.
Auch das siebte Loch ließ mehrere Wege zu. Vom Damenabschlag der 6 spielten die meisten über die 7 zum Ziel – dem Wintergrün der 16. 300 Meter bis zum Ziel. Die Longhitter wählten den Weg vom Abschlag über die 7, über das Wasser, über die 15 – aufs Fairway der 16. Auch hier was es möglich mit dem 3. Schlag das Par-5-Loch zu beenden. Oft trennten sich hier die Wege der Flights und am Grün traf man sich wieder. Schwierig war es oft, die Entfernungen einzuschätzen. Manchmal sah es aus, als wenn die Zielfahne 500 Meter oder weiter entfernt stehen würde – auch wenn es nur 150 Meter waren.
Die Acht war ein kurzes Par 3 über 90 Meter von der 16 auf die 17. Dann wieder ein verrücktes Loch. Vom Abschlag der 17 ging es über die 14 und durch die Baumreihe auf das Grün der 12. 210 Meter waren hier nicht mit einem Schlag zu überwinden. Es galt die Lücke in den Bäumen zu finden.
Die 10 ein „unmögliches“ Par-3, bei dem man nur mit dem Putter spielen durfte. 140 Meter vom Fairway der 12 auf das Grün der 11. Dazwischen der große Bunker. Jeder Ball durfte aufgeteet werden. Es gab Abschläge von 3 Metern bis zu 120 Meter! Und das mit dem Putter.  Es gab viele verschiedene Techniken. Einige haben sehr hoch aufgeteet andere gar nicht. Andere wiederum teilten sich einen alten Putter.
Am vorletzten Loch – dem längsten mit 380 Meter – ging es vom Fairway der 11 bis zum Grün der 13. Vom Rating sollte es eine einfachere Bahn sein. Es zeigt sich aber, dass es nicht so einfach war, den Wechsel von der 11 auf der 13 zum richtigen Zeitpunkt zu erwischen.
Am letzten Loch wurde es noch einmal lustig. 245 Meter vom Fairway der 10 in einen Maurerkübel am Abschlag der 10. „Als wir beim Heuerhaus vorbeikamen, haben wir erst einmal einen Marille als Zielwasser getrunken – das hat sogar geholfen“, erzählten ein paar Teilnehmer am Ende.
Bei der Siegerehrung erzählte Dr. Holländer von den vielen Pflanzen auf unserem Platz. Wenn ich mich richtig erinnere, sind es weit über 200 und fast alle davon sind essbar. Wir hätten also locker überleben können, falls wir uns verlaufen hätten J.
Nach 2450 Metern auf 12 Löchern und einer Par 47 standen die Sieger fest.
Mario Kubenka gewann mit einer herausragenden 49er Runde. Nur 2 über Par. 2 Birdie, 8 Par ein Bogey und das „Putterloch“ konnte er auf seiner Scorekarte verzeichnen. Mit 9 Schlägen Rückstand wurde Frank Waldeck (58 Schläge) Zweiter – gefolgt von Ben Tönjes mit 61 Schlägen.
Bei den Damen wurde Gisela Wells mit 59 Schlägen Bruttosiegerin. Sie hatte 16 Schläge Vorsprung auf Hildegard Mäder mit 75 und Tanja Rehberg mit 80 Schlägen.
Brutto Herren:
1. Mario Kubenka 49 Schläge
2. Frank Waldeck 58 Schläge
3. Ben Tönjes 61 Schläge
4. Reinhard Holländer 63 Schläge
5. Bernd A. Krämer 63 Schläge
6. Heiko Warns 64 Schläge
7. Karl-Heinz Müller 66 Schläge
8. Alexander Schramm 67 Schläge
9. Gero Schäfe 71 Schläge
10. Herbert Stockmann 72 Schläge
11. Bernd Ander 78 Schläge
12. Thomas Cordes 80 Schläge
13. Uwe Schramm 85 Schläge
Brutto Damen:
1. Gisela Wells 59 Schläge
2. Hildegard Mäder 75 Schläge
3. Tanja Rehberg 80 Schläge
4. Sabine Waldeck 81 Schläge
5. Andrea Cordes 82 Schläge
6. Dr. Stephanie Abke 87 Schläge
7. Ute Packmohr 88 Schläge

Mario Kubenka bedankte sich am Ende noch im Namen aller Teilnehmer für die tolle Organisation und hob auch die besonderen Preise hervor. Dr. Holländer hatte für die Sieger jeweils ein Körbchen mit Produkten von unserem Platz geschnürt. Die liebevoll eingepackten Preise beinhalteten einen eigenen gepressten Dingsteder Golfer-Apfelsaft, einen selbstgebrannten Golfer-Apfelschnaps, Honig, Maronen, Äpfel, Walnüsse, Vogelbeeren und Lavendel. Und alles kam von unserem Platz – einfach toll. „Das waren die besten Preise in diesem Jahr“, war der Tenor nach einem rundum tollen Golf-Tag.

Ein würdiger Jahresabschluss von einer sonnenreichen Golfsaison.
Alle waren sich einig: „Das Turnier muss im kommenden Jahr wieder stattfinden“.

(Text von Mario Kubenka)

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